Es ist immer noch April und ich habe das erste Mal bewusst ueberlegt, wie lange ich mich jetzt schon am Ende der Welt rumtreibe. Nun ja, es ist schon eine relativ lange Zeit. Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Ab und an sitzt man bequem zu Hause auf der Couch und wartet in der Ausgehkleidung auf den Startschuss. Beim sitzen ist dann die Nase relativ nah am Beinkleid und sofern es keine ablenkenden Gerueche von Nebenschauplaetzen gibt, bekommt man ungefiltert das zu riechen, was sich in der Kleidung befindet. Jetzt kann es allerdings auch mal vorkommen, dass sich trotzt regelmaeßiger Koerperhygiene ein unangenehmer Geruch breit macht. An diesem Punkt sollte die Quellensuche beginnen. Besonders schwer ist das ja alles nicht, so dass relativ schnell die Hose als Verursacher ausgemacht werden kann. Nach kurzer Ueberlegung und 1+1 kommt man dann zu dem Entschluss, dass man immer noch die gleiche Hose traegt, wie bei der Ankunft im fremden Land. Nach einem weiteren Gedankengang kann auch ausgeschlossen werden, dass man diese Hose in der Zwischenzeit mal gewaschen hat. Mmhh, aeußerlich eigentlich tip-top in Ordnung, nur mit der Zeit leider nicht mehr ganz geruchsneutral. OK, einmal geht es noch, dann wird sie aber gewaschen…undsoweiter. Wenn ich dieses Intervall jetzt hochrechne, brauche ich den naechsten paar Jahren keine neuen Hosen kaufen und auch nicht waschen. Das ist:
a) sehr sparsam von mir
b) gut fuer die Umwelt und
c) gibt es D.I.Y-Szenecredits.
Also kein Grund irgendwas zu aendern…Ab wie vielen Monaten in der gleichen Hose gibt es eine Freikarte fuer’s Zoro-Festival??
Es hat auch einige andere Vorteile, wenn man sich nicht im deutschsprachigen Einzugsgebiet aufhaelt. Man kommt somit nicht in Verlegenheit ein KETTCAR-Konzert zu besuchen. Das neue Album ist sehr gut, doch der Gedanke an Menschen die (brennende) Feuerzeuge in der Luft schwenken, ueber dem Kopf im Takt klatschen und ihren Partner von hinten umarmen, um gemeinsam im Takt zu schunkeln, verursacht bei jedem normalen Menschen im guenstigsten Fall Hass. Wenn man schlecht gegessen hat kann es auch mal vorkommen, dass man ein Amoklaufgefuehl entwickelt. „Ziehst du als (Punk)band mehr als 400 Leute, kommen immer die Idioten. Bis zu dieser Grenze hast du deine Leute, da ist alles kuschelig.“ Zumindest kann man nicht sagen, sie haben von nichts gewusst, sie wissen schließlich was sie tun und ihr, was ihr tun solltet.
Seit langer Zeit schon Fakt, doch jetzt auch von einem Fachblatt des Kapitalismus wahrgenommen:
Die Nummer eins, die Nummer eins in Deutschland sind WIR.
Im Jahr 2008 duerfte mit einem nicht unerheblichem Rueckgang der Verkaufzahlen zu rechnen sein (evtl. nur noch 25 Mill. Flaschen), da sich einige verdiente Supporter momentan nicht im Einzugsgebiet befinden. Trotzdem Toi, Toi, Toi.


„Und Hallo, was machst du so, was ist aus dir geworden?
Und wie fühlt es sich so an, wenn man es geschafft hat?
Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich?“
ein hoch auf die lohnarbeit! prost!
„…ab wie vielen monaten in der gleichen hose gibt es eine freikarte fuer’s zoro-festival??“
um kostenlos nach barad-dur zu gelangen, musst du mordor durchqueren. da du jedoch mindesten einmal die woche wasser an deine haut lässt, würde dich schon kankra daran hindern den zoro „hof“ überhaupt zu betreten. selbst wenn du dieses schier unmögliche schaffen würdest, lauern mindestens 200 rasta – orks blutrünstig auf dem boden (im eigen – urin) um dir deine essensreste, aus der seit langen nicht mehr gewaschenen hose, zu stehlen.
…das leben ist kein bockbierfest (punker tom) und du kostenlos zum zoro – „fest“… niemals!
„Es ist so weit, dass das Leben sich um etwas dreht
So oft, dass das Leben nicht weitergeht“
Work is the curse of the drinking class!!
herr der ringe, oder was auch immer das ist, war doch Neuseeland…